Hanika Gitarren

Helmut Hanika gründete 1953 die Firma SOLI (Quelle 1) und baute zunächst Schlaggitarren, beispielsweise eine Gitarre mit F-Schalllöchern in der gewölbten Decke und in rot-schwarzer Lackierung, wie sie Ende der 50er Jahre populär waren und häufig  als „Jazz-Gitarre“ klassifiziert wurden. Diese Gitarren wurden anfangs hauptsächlich an die Firma Hopf geliefert, ebenfalls ein bekanntes und immer noch aktives Gitarrenbau-Unternehmen. Der SOLI Katalog von 1959 (Quelle 2) zeigt, dass die Firma Soli neben etlichen Schlaggitarren auch Wander-, Konzert- und Hawai-Gitarren vertrieb, auch mit „elektrischer Ausrüstung“, also elektrisch verstärkbare Gitarren. Neben Gitarren gab es auch noch verschiedene Mandolinen und Wald-Zithern. Es gab also ein erstaunlich großes Sortiment an Zupfinstrumenten. Bereits der Firmenkatalog von 1962 stellte die Konzertgitarre an die erste Stelle und verdrängte in der Präsentation die Schlaggitarre auf den zweiten Platz. SOLI-Schlaggitarren wurden bis 1964 gebaut und das Unternehmen Soli wuchs auf bis zu vier Mitarbeiter an.

Armin Hanika, heute Zupfinstrumentenmacher-Meister, begann 1980 im elterlichen Betrieb seine Berufsausbildung und übernahm 1993 die Geschäftsführung, die auch im Januar 2017 noch inne hat. Heute stellt Hanika Gitarren mit 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern pro Jahr etwa 2500 Hanika-Instrumente her (also etwa 125 Gitarren pro Mitarbeiterin/Mitarbeiter). Das „Personal“ hatte Ende 2013 die folgenden Kompetenzen:

Neben Hanika hat Armin Hanika 2009 die Marke Duke etabliert, unter der in China gefertigte Instrumente über die LaCorda Musikinstrumente GmbH vertrieben werden, nachdem sie von zwei ausgebildeten Gitarrenbauern vervollständigt und optimiert wurden (Akustik Gitarre 1/14).

Quelle 1: http://www.hanika.de/de/manufaktur.html

Quelle 2: http://www.schlaggitarren.de/uploaded/10.pdf